Farben, Wappen und Spitznamen

Das Vereinswappen von Eintracht Frankfurt wird von einem Adler geschmückt. Es ist angelehnt an das Frankfurter Stadtwappen. Dieses zeigt einen aufgerichteten weißen Adler mit ausgebreiteten Flügeln und gespreizten Federn und Fängen. Er streckt seine Zunge aus und auf seinem Kopf befindet sich eine Krone. Der Adler ist inspiriert von einem einköpfigen Reichsadler aus dem 13. Jahrhundert. Der Verein übernahm dieses anmutige Wappentier als Symbol. Im Laufe der Vereinsgeschichte machte der Adler nur minimale Veränderungen durch, bis dann in den Achziger Jahren ein stilisierter schwarzer Adler eingeführt wurde. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums im Jahre 1999 entschied sich der Verein für die Wiedereinführung des traditionellen Adlers als Wappentier.

Die Vereinsfarben

Rot, schwarz und weiß sind die offiziellen Vereinsfarben. Ihren Ursprung haben die Farben in den beiden Vorgängervereinen “Frankfurter Fußballclub Victoria” und “Frankfurter Fußballclub Kickers”. Erstgenannter schickte seine Spieler in den Farben Rot und Schwarz auf Spielfeld und der zweite in schwarz und weiß. So trugen die Spieler des “FC Victoria” weiße Trikots mit einem roten Adler darauf und dazu schwarze Hosen. Die Farben rot und weiß sind vom Stadtwappen inspiriert, Schwarz und Weiß symbolisieren die Preußens. Bei der Fusion dieser Vereine entschieden die Verantwortlichen die Farben beider Fußballclubs zu berücksichtigen. Angesichts dessen, dass der Lokalrivale “Kickers Offenbach” rotweiße Trikots trägt, sah sich Eintracht Frankfurt gezwungen in rot-schwarzen und weiß-schwarzen Trikots auf das Spielfeld zu treten.

Die Spitznamen

Das Vereinswappen ist allgegenwärtig, so wundert es keinen, dass der Verein auch “die Adler” genannt wird. Die Fans nennen ihren Lieblingsverein aber auch kurz SGE, welches die Anfangsbuchstaben des offiziellen Vereinsnamens Sport Gemeinde Eintracht darstellt. In damaligen Zeiten, als es noch keine professionellen Spieler im Verein gab, verdienten viele Spieler ihren Lebensunterhalt durch die Arbeit in der hiesigen Hausschuhfabrik, was dem Fußballclub den Beinamen “Schlappekicker” einbrachte. Der Hausschuhfabrikant war zudem einer der größten Unterstützer des Vereins. Schlappe ist in der Region eine geläufige Bezeichnung für Hausschuhe. Heutzutage findet dieser Spitzname nur noch wenig Anklang. Bis in die neunziger Jahre nannten einige den Verein auch “launige Diva”, was mit den vielen Höhen und Tiefen des Vereinserfolges zu tun hatte. Heute gehört Eintracht zu einem der besten Fußballteams in Deutschland.

Nicht nur der Verein ist mit Spitznamen gesegnet, denn die Anhänger scheuen nicht davor, auch den Spielern individuelle Spitznamen zu verpassen. So wird der Neuzugang Carlos Salcedo in seiner Heimat Mexiko “der Titan” genannt, was wohl an seiner beachtlichen Körpergröße von 1,85m liegen mag. Marc Stendera hat von seinen Mitspielern, aber auch von den Fans den etwas zweideutigen Spitznamen “Stender” verpasst bekommen. Die meisten Spitznamen sind Kürzel des Nachnamens, aus Hölzenbein wird “Holz”, aus Falkenmayer wird “Falke”, aus Grabowski “Grabi”. Ein besonderer Spitzname wurde Bernd Nickel zuteil, nämlich “Dr. Hammer”. Diesen bekam er aufgrund seiner gefürchteten Zielgenauigkeit im Profifußball.